Es gibt Sammlungen, bei denen man spürt: Hier hat jemand ein Leben lang zugehört. Nicht einfach nur gekauft, sondern ausgewählt. Gehört, wiedergehört, wegelegt, neu aufgelegt.
Diese Sammlung begann in den siebziger Jahren. Mit Pink Floyd, King Crimson, Tangerine Dream. Progrock als Ausgangspunkt: weit, mitreißend, vielschichtig. Platten, die zum Zuhören einladen, nicht zum Mitsingen.
Später kamen Ausflüge hinzu. New Wave. Elektronik. Und gelegentlich Soul, vermutlich für besondere Momente. Immer in Richtung der dunklen Seite des Spektrums. Keine leicht verdauliche Musik, sondern Musik mit einer eigenen Atmosphäre.
In den letzten zwanzig Jahren wurde das Regal mit neuem Prog, Stonerrock und Wiederveröffentlichungen vergessener Perlen aus den achtziger Jahren ergänzt. Fast alles in Near-Mint-Zustand. Als hätte er gewusst, dass es eines Tages von jemand anderem in den Händen gehalten werden würde.
Es sind Alben dabei, die man öfter sieht, und Ausgaben, die man selten findet. Alle mit Sorgfalt gesammelt und hervorragend erhalten.
Es fühlt sich an, als dürfe man eine sorgfältig aufgebaute Schatztruhe öffnen: Alles glänzt, alles stimmt, und jedes Album erzählt etwas über ein Leben lang Zuhören.
Was wir vorfanden, ist eine beeindruckende Sammlung, die wie eine Biografie in Vinyl liest. Ein Leben lang Zuhören, gebündelt in Hüllen und Rillen. Musik, die wieder gehört werden will.